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3-Tages-Tour Silvretta - Eine Traum-Tour
1.Tag: Partenen - Untere Valüla Alpe - Unteres Valüla Tal -
Valüla-Scharte - Halberstädter Weg - Madlener Haus
Das Auto stellt man am Besten auf dem Parkplatz der
Vermunt-Bahn ab. Dann gehts auf direktem Wege (Start war ca. 10 Uhr) zur unteren Valüla-Alpe. Dort biegt man links ins Untere Valülatal ab. Nach dem Kartenstudium war ich ja etwas unsicher, was uns dort erwartet, da jede Karte
einen anderen gepunkteten Verlauf anzeigt. Man muß den Weg schon aufmerksam verfolgen, denn die Markierungen an den Steinen sind schon etwas verwittert. Bei schönem Wetter alles kein Problem. Uns war es vollkommen
unverständlich, daß dieser Weg so wenig begangen wird. Der Aufstieg durch das Tal ist traumhaft. Auf ca. 2000m fanden wir einen genialen Rastplatz und danach ging es vorwiegend durch großes Geröll aufwärts. Auf knapp 2600m
gelangten wir dann über die Valüla-Scharte zwischen der Kleinen und Großen Valüla auf den Halberstädter Weg. Hier hat man erstmals das fantastische Silvretta-Panorama vor sich. Richtige Helden können ja noch die große Valüla
besteigen, aber da wir hier bereits 1600 Hm hinter uns und noch 600Hm Abstieg zum Madlener-Haus vor uns hatten, verzichteten wir großzügig. Gegen 17 Uhr konnten wir uns endlich das erste Hefeweizen auf der Terasse des
Madlener-Hauses schmecken lassen.
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2.Tag: Madlener Haus - Saarbrücker Hütte - Kleiner Litzner -
Kromer Lücke - Plattenjoch - Tübinger Hütte
Nach Kaiserwetter am ersten Tag begann der zweite
durchwachsen. Start war kuz nach 8 Uhr. Auf halben Weg zur Saarbrücker Hütte fing es heftig an zu regnen. Dies stimmte uns in Anbetracht des geplanten Klettersteiges und der notwendigen Gletscherquerung nicht gerade
optimistisch. So kehrten wir erst einmal in die Saarbrücker Hütte zum Vesper ein. Während wir gerade schweren Herzens beschlossen, daß bei der Nässe der Klettersteig wohl keinen Sinn macht, zeigte sich wieder die Sonne und ein
frischer Wind trocknete den Fels. Da auch ringsherum der Himmel sein Blau jetzt rausholte, ließen wir keine Zeit mehr vergehen und bließen zum Sturm auf den Kleinen Litzner. Zum Glück, denn wir hätten wirklich was verpasst. Der
Klettersteig ist neu versichert und macht einen heiden Spaß. Nach ca. 2 Stunden waren wir an unseren Rucksäcken zurück und 5 Minuten später kamen wieder die ersten Regenschauer. So ging es über die Kromer Lücke zur
Gletscherquerung, die diesen Namen eigentlich nicht wirklich verdient, denn Spalten gibts hier keine. Da wir die Grödel eingepackt hatten, zogen wir sie auch an. So geht man hier bombensicher. Mit einem guten Bergschuh kommt
man auch ohne zusätzliche Hilfen sicher gut durch. Von der Schweizer Seite meldete sich immer deutlicher ein Donnergrollen, so daß wir zusahen, daß wir aus der Schußlinie kamen. Wir hatten zwar noch mit der Plattenspitze
geliebäugelt, aber wegen des aufziehenden Gewitters sahen wir zu, daß wir vom Plattenjoch schnellstmöglich zur Tübinger Hütte abstiegen. Dabei quert man noch einmal die seitlichen Schneefelder des Plattengletschers. Die Hütte
vor Augen regnete es uns noch einmal tüchtig ein. ca. 15.30 Uhr hatten wir die Tübinger Hütte erreicht.
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3.Tag: Tübinger Hütte - Hochmaderer - Sandgratscharte - Schafbodenscharte - Vermuntbahn
An diesem Morgen erwartete uns wieder Sonnenschein, also
stand auch der Besteigung des Hochmaderers nichts mehr im Wege. Wie immer ging´s ca 8 Uhr los. Der Hochmaderer ist nicht sonderlich schwierig. Auf halber Höhe gibt es eine leichte Kletterei, wo wir unsere Stöcke ablegten.
Dies sollte man auf keinen Fall tun, denn später geht es durch feines Geröll und dort kann man sie mehr als gut gebrauchen. Noch recht früh am Tag, waren wir dann allein auf dem Gipfel. Noch ein unvergessliches Bergerlebnis.
Wir stiegen wieder Richtung Garneratal ab und folgten dem Höhenweg zur Sandgrat- und Schafbodenscharte. Hier befinden sich, obwohl vollkommen unspektakulär nach unserer Meinung die gefährlichsten Stellen der ganzen Tour. Wenn
man bei der Querung der Geröllhänge ins Rutschen kommt, gibts kein Halten mehr. Die letzten Meter des Abstieges legten wir dann mit der Vermuntbahn zurück, ist besser für die Knie ;o). Gegen 15 Uhr waren wir wieder am Auto.
In der Wirtschaft “Kastanienbaum” haben wir dann eine grandiose Bergtour ausklingen lassen.
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